19 August 2014

Die Sache mit dem Putzen...

Putzen tue ich ungefähr so gerne wie kochen. Und nach über 5-Jahren Chamy.at-lesen bzw. mir auf meinem Instagram-Account folgen, sollte mittlerweile auch jeder - aber wirklich J-E-D-E-R - mitbekommen haben, dass ich und die Küche nicht mehr so wirklich warm miteinander werden. Putzen ist da eine ähnliche Sache, wobei ich putzen eigentlich ganz ok finde. Ich liebe es wenn es sauber ist: Überziehe ein Mal pro Woche (aber spätestens alle 2 Wochen!) mein Bett, finde es klasse wenn wasserbespritzte Armaturen wieder in ihrem schönen Silber glänzen, könnte stundenlang dem WC-Reiniger zugucken, wie ihr in seinem strahlendem Blau oder Grün im frischgeputzen WC runterrinnt und ich liebe den Geruch von Allzweckreiniger wenn gerade damit der Boden gewischt wurde.


Ja, diese Dinge finde ich wirklich ganz toll! Das Problem ist nur, um diesen Zustand zu erreichen muss man zuerst putzen! Und da beginnt die Misere! Wenn man alleine wohnt mag das alles vielleicht noch einfach sein: Man hat seine eigene Ordnung und ist für seinen eigenen Dreck verantwortlich. Spätestens wenn man mit jemanden zusammenwohnt wird's wohl komplizierter beziehungsweise bedarf es einer gerechten Aufgabenverteilung. Allerspätestens wenn man aber mit einem sturen, unordendlichen #$%#§&)??%$ zusammenwohnt wird es extrem mühsam und frustrierend. Ich will nicht sagen, dass ich eine Putz- und Ordungsqueen bin, ganz und gar nicht. Aber ich liebe es, wenn alles seinen Platz hat, schön geordnet und aufgeräumt ist und ich es vor allem wieder finde. (Bei meiner Roomtour seht ihr was ich meine.) Wenn man nun allerdings nicht alleine wohnt, wird es immer wieder Leute geben, die in dein Revier eindringen und dein System feindlich zerstören wollen. So geschehen als ich mit meinem Ex noch in der Wiener Innenstadt gewohnt habe.


Als wir dann von der dunklen und ziemlich abgewohnten Altbauwohnung in eine helle und freundliche Dachgeschosswohnung zogen war für mich klar: Ich werde die perfekte Hausfrau sein. Dieses Vorhaben hielt genau bis zum ersten Großputz an, als ich merkte, dass man 150 m2 nicht mal eben "nach der Arbeit" auf Vordermann bringen kann. Schon gar nicht, wenn man keine Hilfe zu erwarten hat und zudem auch noch eine Grundunordnung herrscht. Ich musste nämlich feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die den Müll auf den Tisch (!!!) legen, anstelle den Mülleimer nen halben Meter weiter zu benutzen. Auch Wäschekorb scheint für manche ein Fremdwort zu sein und natürlich ist es auch kein Problem mit Straßenschuhen (am besten wenn es draußen geregnet hat) quer durch die Wohnung zu laufen. Argh!!!! Teilt man sich das Aufräumen der Wohnung auf die Woche auf, so wird man bei dieser Größe feststellen, dass man am Ende der Woche - wenn man endlich bei Badezimmer Nummer 3 angelangt ist - schon wieder bei der Nummer 1 zum Putzen anfangen müsste. Ein Teufelskreis. Lange Rede, kurzer Sinn: Die anfängliche Hausfrauen-Euphorie wandte sich schnell in Frust und dieser Frust führte dazu, dass ich es mit dem Putzen irgendwann nicht mehr so genau nahm.


Ende vom Lied: Wir engagierten 2x im Monat für 3 Stunden eine Putzhilfe. Dass 6 Stunden im Monat für 150 m2 nicht ausreichend und man selbst auch noch ordentlich anpacken muss, dürfte wohl jedem klar sein. Aber eine Hilfe für das Gröbste war sie allemal. Doof war nur, dass wir leider immer an ziemlich unzuverlässige Putzhilfen gerieten: Die eine sprach kein Wort Deutsch und man konnte ihr sogut wie gar nicht klar machen, was sie denn tun solle. Die andere war schon weit über 70 und kam mit den hohen Räumen, Treppensteigen & Co. nicht zurecht. Die dritte war mega unzuverlässig, kam jedes zweite Mal nicht ohne abzusagen oder verspätete sich. Und der Vierten wurde es irgendwann zu viel und sie kam deshalb auch nicht mehr. Lange Rede, kurzer Sinn: Es war bis zuletzt - als ich nach der Trennung wieder zu meinen Eltern zog - mühsam ohne Ende.


Und auch wenn es nun dekadent klingen mag, so war mir da schon klar, dass ich - sobald ich wieder alleine wohne - sicher eine Haushaltshilfe nehme. Nicht mehrmals wöchentlich und sicher auch nicht für alles, aber alle 2 Wochen für Bad/Klo und vielleicht Küche ist schon nett. Problem: Wo findet man eine zuverlässige und gute Putzhilfe?!
Antwort: Bei Helpling! Zwar hatte ich nicht danach gesucht, da ich im Moment keine brauche, wurde aber vor einiger Zeit von dem Dienstleister gefragt, ob ich nicht mal testen möchte. Klar, wieso nicht! Die Kosten pro Stunde belaufen sich auf 13,90 Euro, die Putzhilfe ist aber versichert, vertrauenswürdig und erfahren. Außerdem bekommt man natürlich auch eine Rechnung ausgestellt. Das Buchen einer Reinigungskraft über Helpling ist ebenfalls unkompliziert: Man meldet sich an, gibt seine Daten wie Adresse, Telefonnummer etc. an und kann dann auch angeben was geputzt werden soll, welche Räume/Bereiche ausgelassen/nicht betreten werden dürfen, wie viele Stunden man sie buchen möchte, ob es einmalig, wöchentlich oder alle zwei Woche ist, usw.


Im Moment ist dieser Service nur in den Großstädten möglich, weswegen ich mein Helpling testweise die Wohnung meines Ex-Freundes putzen durfte. ;-)
Da ich sie nur für 3 Stunden gebucht hatte (und auch nicht in den privaten Räumen meines Ex' rumputzen lassen wollte, zumal man da zuerst Ordnung schaffen hätte müssen), entschied ich mich, dass sie den Flur, das Büro, die Badezimmer/Klos und die Küche machen soll. Putzmittel und alles was dazugehört muss man selbst vorbereiten. Das war aber kein Problem, denn scheinbar habe ich diese früher gehortet. Der ganze Wirtschaftsraum war noch voll mit meinem gehorteten Putzkram *hust*, sodass selbst die Putzhilfe meinte, dass es mehr als genug für die nächsten 3 Jahre sei. ;-) Nachdem ich ihr erklärt hatte was zu tun ist, machte sie sich schon an die Arbeit und war tatsächlich in knapp 3 Stunden mit den vorgegebenen Räumen fertig. Für etwa 60 m2 kann man bei einem normalen Hausputz etwa 3 Stunden einrechnen. Hat man zusätzliche Wünsch, wie den Kühlschrank innen wischen, Schränke auswischen, etc. sollte man jeweils noch 30 Minuten dazurechnen. Ein gründlicher Putz für die komplette Wohnung hätte einen kompletten Tag (also rund 8-10 Stunden) gedauert, was bei 150m2 und 19 Fenstern inkl. Balkontüre aber kein Wunder ist. Gerade die Dachschrägefenster  (und davon gibt es immerhin 10 Stück) seien ziemlich mühsam und die oberen auch kompliziert zu putzen, da sie schwer erreichbar sind.

Wie dem auch sei, die Räume die sie geputzt hat, waren wirklich zur vollsten Zufriedenheit gereinigt. Die Putzhilfe war nett, zuverlässig, sprach perfekt Deutsch und würde ich jeder Zeit weiterempfehlen!


Solltet ihr nun auch in den Genuss einer Putzhilfe kommen wollen, dann hinterlasst ein Kommentar! Ich darf nämlich auch einen 2-stündigen Putzgutschein von Helpling an einen von euch verlosen. Einfach einen Kommentar hinterlassen, ich werde nächsten Montag dann auslosen und den Gewinner benachrichtigen.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Helpling entstanden.

18 August 2014

CEWE Sundown-Foto-Challenge // Teil 2

Am Freitag hatte ich euch ja schon vom ersten Tag am Bodensee mit Cewe erzählt, heute folgt nun der zweite Teil.


Am zweiten Tag konnten wir uns etwas ausschlafen, ehe es um 8:30 Uhr Frühstück gab. Normalerweise bin ich ja eher Morgenmuffel und auch nicht wirklich Frühstück-Fan, jedoch wusste ich dass wieder viel am Plan stehen würde, weswegen ich mich quer durch Frühstücksbuffet gefuttert habe. Ach, irgendwie sind Buffets in Hotels schon Nettes... :-)
Dann ging es wieder in den Seminarraum, wo wir die Bilder vom Vortag durchschauten und besprachen. Ja, da waren schon einige tolle Fotos dabei und auch ich bin mit meiner Fotoausbeute recht zufrieden gewesen, auch wenn die Bilder auf einer Leinwand doch immer noch anders aussehen, als auf dem kleinen Kameramonitor.


Weiter ging's dann mit dem Bollerwagen zur Hängebrücke über die Argen, die die drittälteste Hängebrücke Deutschlands ist. Jaha, DAS muss man wissen. ;-) Dort wurde wieder fleißig fotografiert und es sind auch diese tollen Schnappschüsse von mir entstanden.


Auch am Rückweg zum Hotel (wo schon das Mittagessen auf uns wartete) wurde noch fleißig weiterfotografiert und zum Beispiel Bewegungsfotos geübt.


Am Nachmittag wurden im Seminarraum abermals Fotos besprochen, wir erfuhren etwas mehr über das Unternehmen Cewe und konnten auch noch offene Fragen zum Thema Fotografie stellen. Netterweise hatte Cewe sogar Fotoautomaten mitgebracht, sodass wir unsere Lieblingsbilder sofort entwickeln lassen konnten. 




Am Abend stand  das Highlight des Trips an: Die Segelbootfahrt bei Sonnenuntergang. Eine wirklich tolle Kulisse und ein Wahnsinsabschluss!


Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon Abschied nehmen und die Heimreise antreten. Da Pascal mit dem Auto unterwegs war und wir teilweise die selbe Strecke hatten, konnte er mich bis Bregenz mitnehmen, wo ich beschloss auch noch ein Weilchen zu bleiben und mir die Stadt anzusehen… Das erzähle ich euch aber ein anderes Mal genauer. ;-)


Vielen Lieben Dank an Cewe (Facebook) für die Einladung! 
Fotocredits: Bilder 6, 8, 12, 13 und 15 Pascal Hefti (Facebook)
Bild 18 Christian, Bilder 7, 15 und 17 Anni

17 August 2014

Quick Tipp; Neue Lacke in der Astor Fashion Studio Neo Tribal Collection

Astor hat seine Fashion Studio Neo Tribal Collection* im Juli um einige Farben ergänzt und mir gleich 5 leuchtende Lacke zum Testen zugesendet. Bevor die LE also aus den Drogeriemärkten verschwindet, will ich euch noch schnell meine beiden Lieblinge zeigen!


Insgesamt sind die Farben sicherlich keine absolute Rarität, nichts, was es noch nie gab. Dennoch gefällt mir die Auswahl, denn sie bietet sowohl knallige Farben wie den pinken Ton „Teke Sunset“ oder das Grün „Machu Picchu“, aber auch sanfte Nudetöne wie das schokobraune „Coconut Fever“. Und dies ist direkt auch mein erster von zwei Lieblings-Lacken aus der Kollektion, denn das Braun ist leicht milchig und erschient damit super sanft auf den Nägeln. Es passt meiner Meinung nach sowohl zu warmen, als auch zu kühlen Hauttönen und läßt sich somit prima auch bis in den Winter hinein tragen. Es wird streifenfrei deckend mit zwei Anstrichen und erscheint dann zwar glänzend, aber ohne jeglichen Glitzer, was „Coconut Fever“ für mich absolut alltagstauglich macht.


Ebenfalls zurückhaltend erscheint die außergewöhnliche Farbe „Guadeloupe Pebble“. Besonders ist diese Farbe, da es eine ganz tolle Mischung aus grau und lila ist, sehr sanft und super passend für den Übergang zum Herbst. Allerdings muss ich gestehen, dass sie mit meiner Hautfarbe im Moment etwas seltsam wirkt und im Auftrag deutlich mehr Blauanteile durchschimmern, als in der Flasche. Das sieht nicht wirklich schmeichelhaft aus und wirkt eher wie eingefrorene Fingerspitzen. Ich werde also mal abwarten, wie das Ganze im Winter bei blasser Haut wirkt, wenn der Kontrast mit der Haut geringer ist!


Verliebt habe ich mich aber vor allem in das dunkle Blau „Madagascar Waterfall“, eine wirklich royale Farbe. Das Blau wirkt wirklich leuchtend, aber trotzdem edel und chic und läßt sich meiner Meinung nach sowohl jetzt schon in der Sonne, als auch später für den Herbst toll inszenieren. Ein Unterlack ist hier aber Pflicht, um böse Verfärbungen zu vermeiden. Dann habt ihr aber sicher viel Freude an der Farbe!

Welche der neuen Farben spricht euch denn an?

16 August 2014

Wieso ich unfreundlichen Dienstleistern nicht mein Geld in den Arsch schiebe...

Aus gegebenen Anlass heute kein Schminki-Schminki, Fashion-Blabla oder Reisebericht, sondern seit langem mal wieder ein Kolumnenbeitrag. Diesmal über die Freundlich- bzw. Unfreundlichkeit von Dienstleistern. Gerade in letzter Zeit fällt mir leider immer öfter auf, dass die Freundlichkeit gerade in der Gastronomie sehr zu wünschen übrig lässt.

Der Kunde ist König?! Ähm ja, ich glaube der Spruch ist schon seeeehr veraltet und immer öfter trifft für Kellner wohl "Der Kunde geht mir am Arsch vorbei" zu. Versteht mich nicht falsch, ich möchte als Kunde nicht betüdelt werden, habe weder ausgefallene Extra-Wünsche noch würde ich mich als schwierigen Gast bezeichnen. Nein, ich will einfach normal freundlich von einem Kellner bedient werden und in einer angemessenen Zeit die gewünschte Bestellung bekommen. Dass man also dem Kunden in den Allerwertesten kriechen und ihm jeden Wunsch am besten von den Augen ablesen muss, erwarte ich auf keine Fälle!


Ich war selbst kurz im Gastgewerbe tätig und weiß, wie schwierig manchmal Kunden sein können. Oft hat man selbst einen schlechten Tag, ist mit der Allgemeinsituation unzufrieden und ein Gast hat einfach zig Extrawürste und hat letztendlich doch noch was zu meckern und kritisieren. Ja, die Situation ist zum Kotzen! Trotzdem finde ich, dass man als Dienstleister eine gewisse Grundfreundlichkeit beibehalten kann. Ihr glaubt gar nicht, was das teilweise für Wunder bewirken kann. Im Hotel hatten wir zum Beispiel regelmäßig einen sehr schwierigen Gast, der von all den Servicemitarbeitern nur "der Schreck" genannt wurde. Er kam 3x wöchentlich mürrisch in die Hotelbar, bestellte einen doppelten Espresso, der genau nach seiner Anleitung zubereitet werden musste, murrte dann über das Frühstücksbuffet und verschwand schlecht gelaunt hinter seiner Zeitung. Ja, er war kein netter Zeitgenosse und jeder machte lieber einen Bogen um ihn. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Arbeitstag, wo ich den älteren Herrn bedienen "durfte": Der Espresso war nicht stark genug, seine Serviette nicht schön gefaltet und der Joghurt war angeblich nicht ausreichend kalt gestellt. Kurzum: Ich bekam an meinem ersten Arbeitstag seine volle Freundlichkeit zu spüren und hätte am liebsten sofort das Handtuch geworfen und ihn nie wieder bedient. Ging natürlich nicht und so hatte ich noch die nächsten 3 Monate meines Praktikums jeden zweiten Tag das Vergnügen mit ihm. Und was soll ich sagen?! Obwohl er mir wirklich ziemlich auf meinen Allerwertesten ging, war ich stehst höflich (nicht freundlich, aber höflich!) zu ihm und habe mich bemüht. Und siehe da: Er wurde von Mal zu Mal auch weniger schlecht gelaunt und irgendwann lies er auch bei jedem seiner Besuche 1-2 Euro Trinkgeld für mich am Tisch liegen. Etwas mit dem ich nie und nimmer gerechnet hatte, mich aber bestätigte auch bei schwierigen Gästen einigermaßen freundlich zu bleiben.

Scheinbar denken aber nicht mehr viele Kellner so. Ich will auf keine Fälle alle in einem Topf werfen, aber ja, es fällt mir leider auf, dass vielen Dienstleistern der Kunde schlicht und einfach egal ist. Ich rede da jetzt gar nicht nur von den Gastronomie, sondern auch von Friseuren & Co.
Aktuellstes Beispiel: Ich war gestern mit meiner Mama in einem Kaffeehaus bei uns im Ort. Sie ist dort mehrmals wöchentlich, sprich Stammkunde und lässt dort einiges an Geld im Monat liegen. Man möchte also meinen die Kellnerinnen (die natürlich auch immer Trinkgeld bekommen) seien einigermaßen freundlich und zuvorkommend zu uns. Tja, nichts da! Ich habe selten so verpeiltes und unfreundliches Personal gesehen. Falsche Dinge werden gebracht, man muss teilweise ewig warten ehe man überhaupt bestellen kann und und und. Gestern waren wir also wieder im Café und wollten uns - nachdem es am Vormittag geregnet hatte - in den sonnigen Gastgarten setzten. Die Antwort der Bedienung war, wir sollen doch lieber drinnen bleiben, denn wenn wir uns raussetzten möchten, müsse sie doch zuerst die Tische abwischen. Hallo?! Es ist sonnig, wir wollen im Gastgarten Platz nehmen und die Kellnerin rät uns davon ab, weil sie sonst den Tisch abwischen müsse. Ähm ok. Wir haben ihr dann natürlich nicht die zusätzliche Arbeit gemacht und nahmen im Lokal Platz. Ich bestellte mir 3 Kugeln Eis, meine Mama einen Kuchen, soweit alles wunderbar. Relativ schnell kam dann auch unsere Bestellung, ich begann genüsslich mein Eis zu essen bis…. ja bis ich auf ein undefinierbares Eis stieß, welches absolut nicht meinem Geschmack entsprach. Mama hat es dann als Haselnuss identifiziert, welches ich definitiv nicht bestellt hatte, da ich Nuss-Eissorten nicht sonderlich leiden kann. Als die Kellnerin also das nächste Mal an uns vorbeilief fragte ich nach, warum sich in meinem Eisbecher ein Eis befinde, welches ich nicht bestellt hatte. Als Antwort kam ein: "Ja, das hat meine Kollegin gemacht, uns ist der Fehler eh aufgefallen, jedoch konnten wir das nicht mehr aus dem Eisbecher holen und deswegen haben wir es drin gelassen." Hallo?!  Ich bekomme Eis welches ich nicht bestellt habe und werde nicht mal darüber informiert. Was wenn ich auf Nuss allergisch wäre? Man hätte es mir zumindest beim Bringen sagen können, dass fälschlicherweise Haselnuss in meinem Eisbecher ist und ob das ok für ist. Aber nein, es wurde mir einfach ohne ein Wort untergejubelt, was ich schon ziemlich frech finde. Ich habe dann einfach die restlichen Eiskugeln gegessen und das Haselnuss über gelassen. Natürlich bekam sie beim Bezahlen von meiner Mama - wenn auch nur 50 Cent - Trinkgeld, was mich schon ziemlich ärgerte. Wir "dürfen" uns nicht in den sonnigen Garten setzte, weil es zu viel Arbeit für Madame wäre, ich bekomme kommentarlos ein falsches Eis und auch sonst lässt ihr Freundlichkeit eher zu wünschen übrig und trotzdem gibt's Trinkgeld.


Tja und da frage ich mich WIESO?! Es geht mir hierbei nicht ums Geld, sondern schlicht und einfach ums Prinzip. Wenn ich mich als Gast - dank der Kellnerin - nicht wirklich wohl fühle, dann gebe ich doch nicht noch eine Belohnung?! Oder sehe ich da was falsch? Ich habe natürlich meine Mama darauf angesprochen, die meinte, man kann ja nicht "nichts" geben, sondern ein Trinkgeld ist Standard. Ja, da bin ich - wohl eine der einzigen - allerdings komplett anderer Meinung!  Es mag jetzt vielleicht knausrig klingen, aber ich gebe wirklich nur Trinkgeld, wenn ich es angemessen finde. Das hat nicht unbedingt was mit dem Geld zu tun, sondern es geht mir ums Prinzip. Warum soll ich jemanden, der mich nicht freundlich behandelt mein hart verdientest Geld schenken?! Ich muss für mein Geld auch arbeiten, habe zwar einen relativ "entspannten" Job, da ich im klimatisierten Büro vor mich hinarbeiten kann, jedoch habe auch ich Stress, muss Überstunden machen, mich über diverse Dinge ärgern und am Ende ein gutes Produkt abliefern. Ja, auch ich arbeite für mein Geld und verdiene vergleichsweise wenig und kann keine großen Sprünge machen. Also wieso dieses hart verdiente Geld in den Popo eines unfreundlichen Kellners schieben?! Ähm nee, sehe ich absolut nicht ein!

Bei meinem Lieblingsitaliener beim Büro lasse ich - obwohl ich das Essen gar nicht mal soooo gut finde - meist 2-3 Euro Trinkgeld, einfach weil der Service wirklich klasse ist. Der Cheffe persönlich bedient, weiß was ich haben will, ist immer freundlich und gut gelaunt, winkt mir schon von weitem zu und ja, da lasse ich dann auch gerne 2-3 Euro mehr dort und komme immer wieder. Auch mein Friseur Holger bekommt ohne mit der Wimper zu zucken einen 5-Euro-Schein mehr, einfach weil ich zufrieden bin und mich wohl fühle.

In anderen Restaurants lasse ich mir hingegen bis auf den Cent genau rausgeben, was immer wieder zur Verwunderung meiner Begleitpersonen führt. Und jedes Mal frage ich mich: Wieso wundert ihr euch, dass ich für unzufriedenstellenden Service nicht mein erarbeitetes Geld rausschmeißen möchte?!


Vor meinem Urlaub war ich zum Beispiel mit einer Bekannten in einem Restaurant in der Nähe meiner Arbeit. Ich bin dort oft und gerne, weil das Essen echt lecker ist, jedoch ist der Service total unterschiedlich, je nachdem welcher Kellner gerade Dienst hat. Wenn man Glück hat, ist er wirklich toll, wenn man Pech kann er jedoch auch ziemlich grottig sein. Wie dem auch sei, wir haben also jeweils ein Getränk und eine Hauptspeise bestellt, die genervt aufgenommen wurde. Nach kurzer Zeit kamen dann die Getränke, jedoch bekam ich anstelle eines Hollundersafts einen Himbeersaft auf den Tisch geknallt. Ich wies dann freundlich darauf hin, dass ich eigentlich was anderes bestellt hatte, aber es schon ok sei und ich auch den Himbeersaft nehme. Ohne einen Mucks (wie z.B. "Danke" oder "Schön") nahm der Kellner das zur Kenntnis. Als das Essen unfreundlich auf den Tisch gestellt wurde, merkte ich, dass mein Besteck vergessen wurde, woraufhin ich freundlich fragte, ob ich bitte eines haben könne. Genervt holte der Kellner dann dann Messer und Gabel und drückte sie mir wortlos in die Hand. Ähm danke, Serviette oder so brauche ich eh nicht. ;-) Als wir ihn dann auch noch - noch immer freundlich ! - darauf aufmerksam machten, dass bei beiden Gerichten der Salat fehle begann er doch tatsächlich mit den Augen zu rollen. Und ja, spätestens da war mir klar, dass ich sicherlich kein Trinkgeld geben wäre. Sorry, aber es ist ja nicht mein Fehler, dass ich das falsche Getränk, kein Besteck und keinen Salat bekommen habe und wir ihn freundlich daraufhingewiesen haben. Dass die Bestellung für ein weiteres Getränk zwar aufgenommen, aber nie bei unserem Tisch ankam, muss ich nicht weiter erwähnen. Wie dem auch sei: Beim Bezahlen überreichte ich dem Kellner genau 11 Euro und 60 Cent. Meine Bekannte gab normal Trinkgeld und fragte mich dann erstaunt, ob ich denn keines gegeben hatte. Nee, hatte ich nicht. Wieso sollte ich?!

Ich könnte noch unzählige Geschichten von unfreundlichen Friseuren, Kellnern & Co. erzählen, aber ich denke ihr wisst worauf ich hinauswill. Ich bin durchaus bereit Trinkgel zu geben, jedoch ist es für mich genauso selbstverständlich kein Trinkgeld zu geben, wenn ich nicht zufrieden war. 
Mir ist klar, dass diverse Dienstleister unter anderem auch vom Trinkgeld leben, da der Grundlohn relativ niedrig ist. (Wie gesagt, ich war selbst in der Gastronomie tätig. ;-)) Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man ihnen das Geld nicht "schenken" muss, sondern dass sie es sich schon verdienen müssen. Ich verdiene auch nicht sonderlich viel mehr als eine Servicekraft und auch ich muss schauen, dass ich meine Arbeit gut ausführe und der Kunde zufrieden ist!

Wie seht ihr das? Gebt ihr automatisch Trinkgeld? Was macht ihr bei "schlechtem" Service?





15 August 2014

CEWE Sundown-Foto-Challenge // Teil 1

Heute möchte ich euch über eine ganz tolle Erfahrung - dem CEWE Fotoworkshop, der unter dem Motto Sundown-Foto-Challenge am Bodensee statt fand - berichten. Ich war ganz aus dem Häuschen, als die Einladung kam, dass ich Mitte Juli nach Gohren/Langenargen reisen dürfe, um am ersten CEWE Fotoworkshop in Süddeutschland teilzunehmen.


Einerseits natürlich wegen der tollen Location, andererseits weil ich in Sachen Fotografie echt einiges aufzuholen habe. Zwar besitze ich seit Jahren eine DSLR (seit letztem Jahr die Canon 70D, eine Übersicht meiner (damaligen) Fotoausrüstung findet ihr hier), aber so wirklich viel mochte ich mich mit der Technik noch nicht auseinandersetzen. Klar, hin und wieder probierte ich rum, aber ich bin einfach kein Mensch der in ein Handbuch guckt. Sprich entweder mein Vorhaben klappt, oder ich lasse es ungeduldig bleiben. Genau deshalb freute ich mich auf den Workshop und den Fotografen vor Ort.


Mit dem Nachtzug ging es also Richtung Gohren, wo ich morgens auch relativ ausgeschlafen ankam. Nachdem es bis zum Mittagessen noch etwas Zeit war, hatte ich zum Glück noch die Möglichkeit mich im Zimmer etwas auszuruhen und frisch zu machen. Beim leckeren Mittagessen im Yachthotel Schattmaier lernte ich dann all die anderen Teilnehmer, Mitarbeiter und den Fotografen Robert Geipel kennen. Obwohl ich neben Pascal eindeutig die Jüngste war, fand ich die Gruppe auf Anhieb super sympathisch und freute mich noch mehr auf ein paar nette Stunden. Die meisten anderen Teilnehmer hatten den Workshop über eine Cewe-Plattform gewonnen. Sprich, manchmal ist es ganz hilfreich Unternehmerseiten auf Facebook & Co zu folgen. ;-)


Nach dem wirklich leckeren Mittagessen sollte es ans Ufer des Sees gehen, wo wir zum „Aufwärmen“ eine kleine Übung mit Seifenblasen und Licht machen sollten. Leider stolperte unser Fotograf beim Zusammensuchen der Utensilien und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Obwohl dies natürlich für alle ein Schock war, und somit natürlich auch der weitere Ablauf etwas unklar wurde, übernahm Anne - die Robert als Fotoassisents zur Seite stehen sollen - das Ruder und es konnte normal im Programm weitergehen.


Am See schossen wir also unsere ersten Bilder, probierten diverse Einstellungen aus und versuchten die Seifenblasen ins bestmögliche Licht zu rücken. Mir ist leider nicht das "perfekte" Seifenblasenfoto gelungen, aber Pascal und Anni haben zwei tolle Fotos geschossen.


Nach Kaffee & Kuchen gab's im Seminarraum eine kurze und interessante Einführung in die Fotografie. Was ist der goldenen Schnitt? Wie stelle ich den Weißabgleich ein? Und und und... Einige Dinge wusste ich, manche wusste ich, habe ich aber noch nie angewandt und andere Sachen waren mir völlig neu. Nach dieser Kurzeinführung ging es nach Langenargen, wo wir eine Stadtführung bekamen und uns hinter der Kamera austoben konnten.



Gerne wäre ich noch länger in diesem wunderschönes kleines Städtchen geblieben, aber wir mussten leider schon relativ bald ins Hotel zum Abendessen, da abends auch noch das Fotografieren der Blauen Stunde und Lichtmalerei am Plan standen.



Gegen Mitternacht ging es dann hundemüde, aber mit viiiiielen tollen Fotos ins Bett...
Was wir am nächsten Tag gemacht haben, folgt morgen. ;-)


Vielen Lieben Dank an Cewe (Facebook) für die Einladung! 
Fotocredits: Bilder 3, 7, 12 und 18 Pascal Hefti (Facebook)
Bild 6 Martina, Bilder 19 und 21 Anni