Wie schnell alles doch ein Ende haben kann...

Ich bin im Moment sehr nachdenklich gestimmt, weswegen es heute auch nicht die versprochene Shopping...

Ich bin im Moment sehr nachdenklich gestimmt, weswegen es heute auch nicht die versprochene Shopping-Ausbeute, oder das Outfit-Foto von heute gibt.




Gestern war das Begräbnis meines ehemaligen Lehrers. Er ist im Alter von nur 35 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben und hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. Und obwohl es „nur“ ein Lehrer war, trifft mich das total. Er war einfach so hilfsbereit, fröhlich und hatte so viel Lebensmut. Vor 6 Jahren hat man einen Tumor in seiner Schulter festgestellt und seitdem musste er gegen immer wieder neu auftretende Krebszellen im ganzen Körper kämpfen. Er musste zig Operationen, Klinik-Aufenthalte, etc. über sich ergehen lassen und hat doch nie den Lebensmut verloren. Er hat seinen Krankheitsverlauf in Blogform festgehalten und in seinen Einträgen war immer so viel Mut. Kurz vor Weihnachten wurde er aus der Klinik entlassen und er meinte, dass er sich so auf seine Familie und seine Katzen freut. Knapp ein Monat später war nun sein Begräbnis….

Dieses und einige andere Ereignisse haben mich zum Nachdenken gebracht. Was mich so schockiert ist, dass er bei seiner Erkrankung noch so jung war. Gerade Ende 20. Genau wie mein Freund, der auch Mitte 20 schwerkrank wurde. Von einem Tag auf den anderen, ohne Vorwarnung, ohne Schuld. Ich versuche die Tatsache immer zu verdrängen, aber ganz gelingt es mir nicht. Man merkt, schon allein, weil er jeden 2. Tag ins Spital muss, dass er nicht gesund ist.

Mir machen solche Dinge Angst, da man einfach hilflos ist. Man kann nichts dagegen tun. Man kann demjenigen nicht helfen. Und es kann einem selbst genauso schnell treffen.

Früher dachte ich immer, dass ja nur „ältere“ Leute krank werden. Leider wurde ich in den letzten Jahren eines besseren belehrt… Ich war in den letzten Jahren oft „zu Besuch“ im Krankenhaus und musste feststellen, dass auch eine Vielzahl junger Leute (schwer) krank sind. Das stimmt mich traurig und nachdenklich…
Vielleicht sollte man wirklich jeden Tag so genießen, als wäre es der Letzte?!

You Might Also Like

8 Kommentare

  1. Das sollte man auf jeden Fall!!!!
    Schweres Thema...und daher brauchen wir Menschen wie deinen Lehrer, die einem zeigen, dass man es immer schaffen kann bis zu Ende ein schönes Leben zu führen. Da sollten wir uns alle eine Scheibe abschneiden. Wenn ich bedenke, wie ich leide, wenn ich nur ein wenig Kopfschmerzen haben...

    AntwortenLöschen
  2. Ich glaube, dass den Menschen erst durch so etwas wirklich bewusst wird, wie wertvoll das Leben - jeder einzelne Tag - ist.
    Bevor meine Mutter gestorben ist war für mich "Tod" auch etwas undefiniertes... etwas das ganz weit weg ist... nur ein Wort. Du weißt sicher, was ich meine.
    Und plötzlich trifft es einem und man beginnt nachzudenken. Über Endlikeit und über das Leben selbst.

    Ich denke, man sollte sein Leben SO leben, dass man, egal ob man jetzt oder in 50 Jahren stirbt, sagen kann: Ich bin zufrieden damit, wie es war.
    Das heißt nicht nur, jeden tag zu genießen sondern auch, dass man Stolz auf das ist, was man getan und/oder erreicht hat. Und sich selbst treu geblieben ist. :-)

    AntwortenLöschen
  3. oh nein, wie traurig :(
    sowas ist echt schrecklich...
    da sollte man einfach glücklich sein, dass man nicht krank ist.
    wenn man in den Nachrichten jeden Tag Bilder aus Haiti sieht oder von irgendwo, wo es dauernd Selbstmordanschläge gibt... da sollte man wirklich dankbar sein, dass es einem gut geht. und dass man in einem halbwegs zivilisierten Land lebt (was man bei uns manchmal nicht merkt, wenn man in den falschen Bus steigt und "Alda" und "Digga" sitzen auf der letzten Bank mit ihren fetten Handys mit den unglaublich tollen Lautsprechern und spielen Sido und co ab.)
    hab trotzdem ein schönes Wochenende und lass dich nicht so davon runterziehen. :*

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Charmy :-)

    Du darfst den Kopf nicht hängen lassen. Eine Rollstuhlfahrerin hat mal zu mir gesagt, dass jeder Mensch auf seine Weise behindert ist. Kein Mensch kommt da ungeschoren davon .. da gibts dann die beziehungsbehinderten, die arbeitsbehinderten oder charakterbehinderten oder oder oder... jeder hat doch sein Päckchen zu tragen.

    Ich bin vor einiger Zeit auch ziemlich erkrankt und habe zum ersten mal spüren müssen, wie machtlos man dem Willen der "Natur" gegenüber stehen kann. Aber so ist das. Nichts und niemand ist perfekt, trotzdem ist das Leben schön.

    (Übrigens befinde ich mich in derselben Situation wie du - mein Freund hats auch in jungen Jahren "erwischt" und spürt die Konsequenzen heute.)

    Das mit deinem Lehrer tut mir allerdings sehr Leid. Ich habe in den letzten zwei Jahre zwei Freunde verloren, die beide in meinem Alter (+20) gewesen sind. Da kann man nun schon lange nicht mehr von einer höheren Gerechtigkeit sprechen. Umso wichtiger ist, dass man sein Leben lebt.

    Lieben Gruß

    AntwortenLöschen
  5. @ Konsumjunkie: Ja, er war wirkl. ein starker Mann, der versuchte aus allem das Beste zu machen, obwohl er starke Schmerzen hatte... :-(

    @ Chinda: Das glaub ich auch. Man denkt immer, es ist in "weiter Ferne", aber wenn man dann sowas in Freundeskreis/Familie mitbekommt, merkt man erst wie präsent Krankheit und Tod sind.
    Im 2. Punkt kann ich dir auch zustimmen. Was bringt es 90 Jahre zu werden, wenn man völlig unzufrieden mit seinem Leben war.

    @ Anna: Das in Haiti ist wirklich schlimm. Gestern erst wurde gezeigt, dass sich die Menschen ums Wasser prügeln und sogar töten. Und wir haben hier z.B keine anderen Sorgen, als welchen Nagellack wir kaufen sollen.
    Wochenende war leider anstrengend und ist auch schon wieder um. Aber ich hoffe du hattest ein entspannendes WE. ;-)

    @ Julia: Interessante Worte der Rollstuhlfahrerin.
    Gehts dir mitlerweile wieder besser, oder bist du noch immer krank? :-/
    Ich find's immer schlimm, wenn Leute so jung sterben. Also mit Mitte 20 hat man ja noch fast kein Leben gehabt. (Familie gründen, Kinder,...) Echt traurig. In dem Krankenzimmer meines Freundes liegt ein Mädl, dass um 2 Jahre älter wie ich ist und sie sitzt im Rollstuhl, braucht eine Sauerstoffflasche, ihre Nieren funktionieren nicht und mit dem Herz hat sie auch was. Und das seit Jahren. Da hat man ja wirklich nichts vom Leben,... :-/ Sowas macht mich echt traurig.
    Ebenfalls lieben Gruß!

    AntwortenLöschen
  6. Oh man das ist echt schrecklich....
    ich weiß was du meinst. Es kann wirklich jeden treffen. Auch in jedem Alter. Zum Beispiel Krebs kann wirklich in allen Altergruppen auftreten. Auch Urplötzlich...

    Ich denke auch ohne den Gedanken, dass einem so etwas passieren könnte gilt immer: Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter :)

    AntwortenLöschen
  7. Jedes Mal wenn ich solche Geschichten höre, denke ich mir, genau das sind die wahren "Helden" des Lebens, Menschen die ihr schweres Schicksal annehmen, kämpfen, und das Beste daraus machen. Und nicht die, die sich damit prahlen welch tollen Studienabschluss sie haben oder wie viel Umsatz im Beruf sie machen.

    Ich glaube, das Wichtigste was man für Menschen die leiden tun kann, ist einfach da zu sein. Zu sagen ich hab dich lieb so wie du bist.Den Menschen in den Arm nehmen und Mut machen.Ihm oder ihr zu zeigen dass sie nicht alleine sind und jemand für sie da ist.

    "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter", diese Worte habe ich erst gegen Jahreswechsel wirklich begriffen. Denn das ist eine Person gestorben die mir nahe gestanden ist. Das hat mich dazu gebracht mein Leben zu überdenken. Habe meinen belastenden Job gekündigt und einen neuen gefunden. Und ich will einfach mehr im Hier und Jetzt leben und mehr auf mich achten. Und das sollten wir alle finde ich. Einfach schauen dass wir glücklich sind, mit belastenden Situationen abschließen und alles tun dass es uns gut geht.Weil das Leben einfach nicht stehen bleibt und auf uns wartet.

    lg

    AntwortenLöschen
  8. das ist wirklich eine schreckliche geschichte.. das mit deinem freund tut mir besonders leid.. darf man fragen was er hat? bzw. ist es unter kontrolle, also solange er kns krankenhaus geht alles okay oder kann sich das drastisch verschlimmern? das muss wirklich hart sein und du musst ene sehr starke person sein!

    AntwortenLöschen