Gastpost: Meine Ausbildung zum Make up Artist

Da ich mich gerade im Zug Richtung München befinde (folgt mir doch auf Instagram @chamy.at , dann könnt ihr meinen Kurz-Trip live mitverfolg...

Da ich mich gerade im Zug Richtung München befinde (folgt mir doch auf Instagram @chamy.at, dann könnt ihr meinen Kurz-Trip live mitverfolgen ;-)), vertritt mich heute Nicole, die über ihre Ausbildung ein kleinwenig erzählen wird... Ich hoffe ihr findet das Thema ebenfalls interessant. 


Heute darf ich euch über meine Ausbildung zum Make up Artist erzählen.
Anfangs war ich ratlos. Wo mache ich die Ausbildung? Welche Schule ist die Beste? Wo stimmt das Preis-Leistungsverhältnis? Gerade in Wien gibt es sehr viele verschiedene Schulen wo man die Ausbildung machen kann. Nur welches ist das Richtige für mich?


Fangen wir mal von vorne an, ich wollte die Ausbildung schon vor 3 Jahren beginnen. Da war mir anfangs nicht klar, dass es sehr viel Geld kostet. Ich habe mich dann recht schnell damit abgefunden, dass ich die Ausbildung noch nicht beginnen konnte. Letzten Sommer habe ich mich ausführlicher damit beschäftigt, habe viele „Kolleginnen“ gefragt welche Ausbildung sie empfehlen, wo sie die Ausbildung gemacht haben usw. Letztendlich habe ich mich mit einigen getroffen, die mir auch ein wenig über den Beruf als Make up Artist erzählt haben. Einige Schulen bieten nur Tageskurse an, somit wurde die Auswahl wieder etwas kleiner, da ich einen Vollzeitjob im Büro habe, und ich diesen auch nicht aufgeben wollte. Wichtig ist nicht bei der erstbesten Make up Schule anzufangen sondern sich erstmal ausführlicher darüber zu informieren.


Schlussendlich habe ich mich für ein Make up Studio in Niederösterreich entschieden, mit flexiblen Kurszeiten (50 UE á 3 Stunden), inkl. Hairstyling und mit max. 3 Schülern. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kursleiter 5-10 angehende Make up Artists gleichzeitig betreuen kann. Gerade wenn man so viel für die Ausbildung investiert, möchte derjenige sicher eine gute Betreuung.

Der Kurs beinhaltet:
typgerechtes Nude,- Tages-, Abend-, Glamourmake up
Augenmake-up für Brillenträger
Businessmake-up
Make up für Fotoshooting, Laufsteg
Brautmake-up
Hairstyling
Epochen Make-up
Wunden, Narben (Halloween) schminken
Alt schminken
Travestiemake-up
Frau zu Mann schminken
Facepaiting
Theorie (die Haut, Gesichtsformen, Aufbau eines Schmink-Workshops, Gewerbeschein,…)


Ich mache die Ausbildung seit Anfang Oktober 2014 und werde voraussichtlich im Juni/Juli 2015 fertig. Nach meiner Prüfung werde ich hoffentlich ein sehr gutes Diplom in den Händen halten und danach auch die Befähigungsprüfung für den Gewerbeschein ablegen.
Da es sehr viele Make up Artists und Visagisten gibt, ist es wichtig sich am Markt einen Namen zu machen. Anfangs muss man sehr viel Zeit in Anfragen und Kontakteknüpfen investieren. Eine eigene Facebook Seite ist da eigentlich schon ein Muss. Auch die bekannteren Facebook Gruppen für Visagisten, Fotografen und Models sind hilfreich um Kontakte zu knüpfen. Während der Ausbildung kann man sein Portfolio aufbauen, in dem man TFP Shootings macht. TFP-Time for print/picture: Keiner der Beteiligten bekommt Geld, sondern nur die Fotos für sein Portfolio. Da gibt man so viel Geld für die Ausbildung und Materialkosten aus und schminkt gratis? Leider ist es anfangs nicht vermeidbar.


Mein Tipp: Bevor man seine Facebook Seite veröffentlicht ist es natürlich wichtig auch ein paar Fotos zu besitzen die man auch herzeigen kann. Zwar fotografiert man im Kurs die Arbeiten, aber das Licht und der Hintergrund sind bei weiten nicht zu gut wie von einem Fotograf. Ich habe meine Freundinnen gebeten sich einen Tag Zeit für mich zu nehmen, habe eine nette Fotografin gefunden und so entstanden auch meine ersten herzeigbaren Fotos.
Wichtig ist: Immer Spaß an der Sache zu haben. Mag sein, dass man anfangs keine Aufträge bekommt (ich stehe ja selber noch am Anfang) aber das kommt mit der Zeit bestimmt. Eine eigene Homepage ist auch schon in Arbeit.

Nicole
Meine Facebook Seite 

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2 Kommentare

  1. Danke für den Einblick in die Ausbildung. Ich wünsche dir Toi toi toi für deine Zukunft.

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  2. Ein sehr interessanter Beitrag, ich wünsche dir alles Gute für deine weitere Zukunft.
    Alnis
    http://alnisfescherblog.com

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