Gasthaus zum Wohl: Gluten- und laktosefrei genießen!

Bei leckerem Essen bin ich ja immer ganz vorn dabei und so freute ich mich sehr auf das Fooddate mi...

Bei leckerem Essen bin ich ja immer ganz vorn dabei und so freute ich mich sehr auf das Fooddate mit Thanh und Tina letzten Samstag! Unser kulinarisches Ziel: Das Gasthaus zum Wohl im 6. Wiener Gemeindebezirk. 



Der Name im Gasthaus "Zum Wohl" ist übrigens Programm, denn Christina und Albert Schmidbauer bieten in ihrem Lokal gluten- und laktosefreie Küche an. Bis vor Kurzem war dies noch kein Kritikpunkt bei der Lokal-Wahl, da ich aber seit einigen Wochen ziemliche Magenprobleme und vermutlich eine Laktoseintoleranz habe, achte ich nun auch wo und was ich esse. 
Aber was befindet sich nun auf der Speisekarte des "Zum Wohl", nur Diätkost? "Nein, wir wollten ein Gasthaus, das alle vertragen. Sowohl Gäste, die an diversen Unverträglichkeiten leiden, also auch Gäste die keine Probleme mit Lebensmittel haben, kommen gerne zu uns. Letztere merken bei der Speiseauswahl auch gar keinen Unterschied bemerken.", erklären die Besitzer. Ich bin da ja immer etwas skeptisch, muss den Gastronomen aber recht geben! Auf der Speisekarte befinden sich neben einer schönen Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten auch Gasthausklassiker wie Rindsgulasch (11,80€), Eiernockerl (9,50 €) oder Paprikahenderl (14,50 €). Natürlich sind die Nockerl nicht wie üblich aus Weizenmehl, sondern aus speziellem, glutenfreien Mehl hergestellt und auch bei den anderen Speisen werden ausschließlich laktosefreie Milchprodukte und glutenfreies Mehl  verwendet.

Aber nicht nur bei den "Allergika-Speisen" wird streng darauf geachtet was auf den Teller kommt, auch beim Rest wird geschaut, dass nur hochwertige, saisonale Produkten verarbeitet werden. Als Fleischlieferanten werden so Vorzeigebetriebe wie Gut Dornau oder der Labonca-Biohof genannt. Cola & Co. findet man nicht auf der Karte dafür leckere Bio-Säfte von Lutz und Bio-Weine von Hareter. Und auch das glutenfreie Bier wird extra in von Salzburger Ausnahmebrauerei Gusswerk hergestellt.



Soviel also nun zum Konzept, nun aber zum Wesentlichen: "Wie haben die Speisen geschmeckt?" Da wir eine Veganerin in der Runde hatte und auch sonst unterschiedliche Speisevorlieben hatten, konnten wir relativ viel durchprobieren. Als Vorspeise entschied ich mich für die Marinierte Feldgurkemit Avocadocreme und geschmorten Strauchtomaten der Hauptgang war eine Kinderportion Hühnerfilet mit Paprikasauce und Petersilerdäpfeln und als Nachspeise habe ich mir einen Mandel-Reispudding mit Beerenragout gegönnt. Alle Speisen schmeckten wirklich lecker, wobei ich anmerken muss, dass mir persönlich alles zu wenig gewürzt war. Ich bin ein bekennender "Vielwürzer" und bei mir kann es gar nicht genug nach Gewürzen und gerne auch schärfer schmecken. Bei all meinen Gerichten musste ich also ordentlich nachsalzen und pfeffern, wobei das jetzt kein großer Kritikpunkt sein soll, immerhin hatte ich als Hauptspeise ein Kindergericht und auch Thanh die meine Gerichte probierte, meinte, dass es für sie ausreichend gewürzt sei. Aber ja, da sind Geschmäcker eben verschieden. Thanh aß übrigens die empfohlenen "Zum Wohl"-Blinis mit luftgetrocknetem Labonca-Edelschopf und geräuchertem Stör aus dem Hause Grüll, welche unheimlich lecker waren und ich sicher beim nächsten Mal bestellen werde und als Haupgericht gab es bei ihr Paprikahenderl mit "Zum Wohl"-Nockerln und frischen Kräutern, welches ich ebenfalls ganz gut fand, wobei die glutenfreien Nockerl doch etwas anders als die herkömmlichen schmecken. Das Dessert Erdbeer-Panna cotta mit Zwetschkenröster war dafür himmlisch! Tinas Karotten-Currysuppe probierte ich nicht, dafür aß ich zum ersten Mal Buchweizen in ihrem Buchweizen-Gemüserisotto. Als Nachtisch kam ein Turm aus leckeren Sorbetvariation. Getränketechnisch bestellte ich zuerst eine hausgemachte Tageslaune-Limonade, die aus Beeren bestand und soweit auch ganz lecker – jedoch mir zu ungesüßt – war und dann noch einen Karotten-Apfel-Quitten-Saft. Außerdem hatte ich die Möglichkeit Helga, ein Chlorella-Algengetränk zu probieren. Mit der  grünen Farbe hätte ich es wohl nicht bestellt, jedoch merkte ich beim Probieren, dass das Getränk wirklich lecker schmeckt und einen Versuch allemal Wert ist!



Fazit: Ein wirklich netter Abend mit leckeren und "mal etwas anderen" Speisen. Obwohl das "Zum Wohl" nicht gerade auf meinem Weg liegt, wird es mich bestimmt wieder dorthin ziehen. Anfang nächsten Jahres wird außerdem  ein paar Häuser weiter, eine gluten- und laktosefreie Pizzeria eröffnet, verriet uns schon der Inhaber Albert Schmidbauer.

Gasthaus Zum Wohl

Stumpergasse 61

1060 Wien

täglich 9-23 Uhr

Fotocredits: Presse (2), Eccovienna/Tina (9)

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4 Kommentare

  1. Schade, dass Wien soweit weg ist. Ich glaube es würde mir dort sehr gefallen... und schmecken!

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  2. Wir waren schon hier und uns hat es super gut geschmeckt!
    Liebe Grüße
    Alnis

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  3. Finde die Idee vom Gasthaus richtig toll.
    Ich bin laktoseintolerant und bin beim Essen gehen immer total in der Speisenauswahl eingeschränkt.
    Ich muss dort aufjedenfall mal vorbeischauen =)
    Liebe Grüße,
    Victoria

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  4. Cool! Ich bin gespannt und muss mal hinschauen. Ich verzichte ja, wenn es geht, auf Gluten und wenn ich gerade nicht so im Stress wäre, würde ich auch entweder auf Carbs oder Gluten verzichten. Vielleicht ab November oder Dezember dann wieder....

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