Unterwegs: Mädels-Wellnesstage im Hotel Almesberger

Sind wir hier richtig?! Meine Freundin Carina und ich wechselten einen fragenden Blick als wir vor d...

Sind wir hier richtig?! Meine Freundin Carina und ich wechselten einen fragenden Blick als wir vor dem unscheinbaren Hoteleingang am Markplatz in Aigen-Schlägl anhielten. Ja von außen versprach dieses Hotel noch nicht viel, aber schon in den nächsten Minuten verwandelte sich das äußerlich unscheinbare Hotel Almesberger****s in eine wunderbare Wohlfühloase.


Hotel Almesberger

Eingebettet in die unberührte Natur des Böhmerwaldes im Oberen Mühlviertel befindet sich das 4-Stern-Superior Hotel Almesberger und ist also somit von Wien aus in nichtmal 3 Autostunden zu erreichen. Seit 1850 – also mittlerweile mehr als 165 Jahre – befindet sich das Hotel im Besitz der Familie Gruber. Wie schon erwähnt, waren meine Begleitung und ich erstmal etwas irritiert, dass sich hinter der unscheinbaren Hausfassade am Markplatz, also Mitten im Zentrum von Aigen-Schlägl, ein luxuriöses Wellnesshotel befinden soll. Wir parkten also erstmal den Wagen vor dem Hotel, marschierten dann vorbei am à la carte Restaurant Pfandl und staunten auf dem Weg zur Rezeption, wie weitläufig das Hotel doch ist. Dass es noch viel größer und toller ist, stellten wir spätestens auf dem Weg in unser Zimmer fest! Nachdem wir eingecheckt und das Auto in der hauseigenen Tiefgarage umgeparkt hatten, ging es erstmal aufs Zimmer unser Gepäck abliefern und die ersten Eindrücke sacken lassen.


Zimmer & Suiten

Das Hotel bietet diverse Zimmerkategorien: Vom 25 m² Standardzimmer bis hin zur 66 m² Residenz Suite mit eigenem Whirlpool und Exklusivausstattung ist sowohl für jeden Geschmack, als auch jede Preisklasse ,was dabei. Wir durften im Hochstein Zimmer einchecken, welches einen gemütlichen Schlaf- und Wohnbereich hat und von unserem Balkon hatten wir einen herrlichen Blick auf den hoteleigenen Garten und die tolle umliegende Landschaft. Im Schrank lagen dann auch schon Slipper, kuschelige Bademäntel und Badetücher bereit, weswegen wir es gar nicht erwarten konnten in unsere Bikinis zu schlüpfen und die Wellness-Landschaften zu erkunden.


Wellness-Landschaften mit Pools und Saunen

Auf über 5000 m² befinden sich zwei großzügige Wellnessbereiche, wobei das trübe Wetter eher dazu einlud den Indobor-Bereich zu besuchen. Da wir an einem Sonntagnachmittag angereist waren hatten wir Glück, denn es waren kaum andere Gäste anwesend. Ergo: Freie Platzwahl für uns! Wir belegten zwei Liegen in einer gemütlichen Ecke, beobachteten den tollen Lichtwechsel am Innenpool und warfen uns dann selbst in jenes. Nachdem wir den Indoorpool mit Wasserfällen, Gegenstromanlage, Massagebecken und dem integrierten Whirlpool ausgiebig benutzt hatten, ging es weiter in die Saunalandschaft. Ich muss ja gestehen, dass ich nicht der größte Sauna-Fan bin, jedoch lasse ich mich dann doch immer mal wieder dazu überreden. Ich muss sagen, dass es mir diesmal sogar richtig gut gefallen und ich mit Carina in den zwei Tagen tatsächlich alle Saunen ausgiebig getestet habe!


Mühlviertler Schwitzstube
Die Mühlviertler Schwitzstube hat sich tatsächlich zu meiner Lieblingssauna im Hotel Almesberger entwickelt. Charakteristisch für die finnische Sauna ist die trockene, heiße Luft (85° – 90°C) mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 10 bis 30 %. Besonders lustig fanden wir den Aufguss, der zu jeder halben und vollen Stunde automatisch stattfindet. Ich will ja nicht spoilern, aber schaut zu diesen Uhrzeiten mal auf das beste Stück der Statue in der Sauna und seid erstaunt was dann passiert.


Die Almesberger Teufelssauna
Zuerst wollte ich in diese Saune zwar keinen Fuß setzen, habe es dann aber doch probiert, auch wenn ich es nicht lange ausgehalten habe. In der im Freien gelegenen Holzhütte wird beim Aufguss ein Korb mit glühenden Steinen in ein Wasserbecken gehoben, was wirklich ein interessantes, aber auch ein wenig gruseliges Spektakel ist. Die Temperatur ist mit 90° bis 100° C sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit extrem trocken, weswegen ich mich nach etwas mehr als 5 Minuten ins Tauchbecken, welches sich im Freien gleich nebenan befindet, stürzen musste.


Vulkano Sauna
Auf diese Sauna war ich ehrlich gesagt am meisten gespannt, wurde dann aber doch ziemlich enttäuscht. Die Vulkano Sauna ist eine Erfindung des Hauses Almesberger und gibt es daher auch nur dort. Ansich ist sie zwar schön und kreisrund angelegt, allerdings habe ich auf den „Vulkanausbruch“ vergeblich gewartet, denn mehr als ein Bänke rütteln, wo es ist laut und heiß wird, war es letztendlich doch nicht.


Weiteres waren wir dann noch im Laconium, Sanarium und Tepidarium, wobei ich gerade letzteres als wirklich angenehm warm (30-40° C) und entspannend fand. Neben den Saunen gibt es im Almesberger auch noch drei Dampfbäder: Die Solegrotte (das Salz & der Eukalyptus tun Bronchien und Atemwege gut), die Wellness Zisterne (wo einem zarte Wasserspiele und sanfte Musik erwarten) und das Kräuterdampfbad (mit wohlige Wärme umgeben von duftenden Kräutern).




Zwischen den Saunagängen erkundeten wir noch den Outdoorbereich, wo sich ein großer und ein kleiner Außenpool und eine wirklich nett angelegte Gartenlandschaft befindet. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit, weswegen es bei einem kurzem Rundgang bliebt und wir uns dann doch wieder lieber ins wohlig Warme zurückzogen. Lieber statteten wir den 5 geschmacksvoll gestalteten Ruheräume und auch den Fitnessbereich einen Kurzbesuch ab. So weitläufig und toll auch alles gestaltet ist, muss man aber leider sagen, dass das Aufteilungskonzept nicht so 100%ig durchdacht ist. Gerade wenn man erst ankommt irrt man noch recht unbeholfen durch die Gänge – und nein, nicht nur wir zwei orientierungslosen Blondinen, sondern durchaus auch andere Gäste ;-) – und der Wechsel vom Textil- zum Nacktbereich ist teilweise auch sehr abrupt.

Genuss im Almesberger

Nachdem wir wirklich bis fast zur letzten Sekunde die Pools und den Wellnessbereich ausgekostet hatten, eilten wir zum Abendessen, wo schon ein schön gedeckter Tisch auf uns wartete. Beim inklulierten 6-gängige Gourmetdinner, konnten wir aus diversen Speisen auswählen, wobei es drei Hauptgerichte mit Fleisch, aber auch ein vegetarisches für Carina gab. Über das große Salatbuffet freuten wir uns beide und nahmen uns wohl auch etwas zu viel, denn wir waren schon vor der eigentlichen Hauptspeise ziemlich satt.
Hungern muss man hier aber generell nicht, denn auch das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen hatte eine große Auswahl: Von diversen Wurst- und Käsesorten, Müsli, Obst und Gemüse, Kuchen und anderen Leckereien war wirklich alles dabei was das Schlemmerherz begehrt. Ich bin ja bekanntlich keine große Frühstückerin, gab mich also mit meinem beißgeliebten Nutella-Toast und einem frischgepressten Orangensaft zufrieden. Carina aber probierte sich brav durch fast alle Speisen, wobei auch sie letztendlich im Magen keinen Platz mehr für ein frisches Omlette hatte.
Sollte man nach dem Frühstück doch noch hungrig werden, kann man sich ganztägig in der "Vitalecke und Teebar" bedienen. Dort stehen Obst, Trockenfrüchte und Nüsse, sowie frisches Mühlviertler Quellwasser, diverse Säfte und eine große Auswahl feiner Teesorten kostenlos bereit. Zwischen 15:00 und 16:00 Uhr gibt es außerdem noch hausgemachten Kuchen und süße regionale Spezialitäten. Obwohl es eigentlich "nur" eine Halbpension ist, kann man also trotzdem kostenfrei den ganzen Tag gut essen, Kleinigkeiten snacken und genügen Flüssigkeit zu sich nehmen.


Wellness & Beauty - Kosmetikbehandlungen

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts beschlossen wir relativ spontan uns noch etwas Gutes zu gönnen und fragten nach einem Termin für eine Kosmetikbehandlung. Zum Glück war für den Nachmittag noch ein Termin frei, sodass ich mich bei einer Mühlviertler Heupackung und Carina sich bei einer Cleopatra-Behandlung entspannen konnten. Die 30-minütigen Behandlungen kosteten rund 40 Euro, was ich im Rahmen finde. Carina wurde mit Ziegenmilch und wertvollen Pfanzenölen einherieben und durfte dann auf einer warmen Massageliege relaxen und ich wurde mit Heu zugedeckt, was besonders gut bei athritischen und rheumatischen Beschwerden – wie ich sie eben habe – helfen soll. Generell gibt es im Hotel Almesberger aber Behandlungen für jedes Bedürfnis. Von klassischen Massagen, über diverse Körperpackungen bis hin zu Permanent Contour Behandlungen ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

kostenloses Aktivprogramm

Den restlichen Nachmittag ließen wir noch im Wellness- und Saunabereich ausklingen, obwohl das Aktivprogramm auch ganz nett geklungen hätte. Blöderweise hatten aber weder Carina noch ich Sportsachen mit, weswegen wir weder Indoor-Minigolfen waren, noch am „Bauch, Beine, Po “-Programm teilnahmen. Nach reiflicher Überlegung sind wir auch nicht zum Hochseilgarten gefahren, obwohl wir eigentlich schon Lust auf eine kleine Klettereinheit hatten. Daher meine Empfehlung: Nicht nur Badesachen einpacken, sondern auch Klamotten für sportliche Aktivitäten. Das Hotel bietet nämlich sieben Tage die Woche ein kostenloses Aktivprogramm für ihre Gäste an. Untertags stehen etwa geführte Wanderung, Klettererlebnisse im Hochseilpark Schöneben, Kanu- und Schlauchboottouren, Radfahren, eine Führung in der Stiftsbrauerei Schlägl, Bogenschießen und vieles mehr an. Abends gibt es dann Yoga, Gymnastik oder gemeinsame Lauftreffs. Langweilig wird einem – selbst bei einem längeren Aufenthalt – definitiv nicht.


Leider waren wir aber nur zwei Tage im schönen Mühlviertel, genossen daher also lieber das Hotel statt die Umgebung. Heißt also: Ich muss auf alle Fälle wiederkommen, um mir auch ein bisschen was von der Gegend dortoben anschauen zu können. Auf der Rückfahrt nach Wien hielten wir auf einen Abstecher noch in Linz und genossen das schöne Wetter auf dem Pöstlingberg, was ich euch ebenfalls nur ans Herz legen kann.

Vielen Dank an das Hotel Almesberger für die Einladung zwei Nächte in ihrem tollen Hotel verbringen zu dürfen! 

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1 Kommentare

  1. Das hört sich super an und sieht auch ganz nett aus. Das Mühlviertel ist ohnehin eine sehr schöne Gegend ;)

    Übrigens läuft auf meinem Blog gerade ein super Gewinnspiel, dass besonders für Wienerinnen interessant sein könnte!

    GLG, Tina

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