Yupik Blogger-Academy by Venostasin – oder die Frage: wie gut achten wir eigentlich wirklich auf uns?

Die Agentur Yupik mit ihren verschiedensten Kunden ist seit Jahren ein enger Kooperationspartner v...

Die Agentur Yupik mit ihren verschiedensten Kunden ist seit Jahren ein enger Kooperationspartner von Carmen und mir und wir freuen uns immer wieder über Möglichkeiten, uns mit den Kollegen von Yupik und deren Kunden auszutauschen. Bisher waren die Infodays immer DAS Blogger-Highlight, nun aber lud die Agentur zu der ersten Blogger-Academy by Venostasin* ins schicke Hotel Zoo nach Berlin. Natürlich folgte ich der Einladung gerne und möchte meine Gedanken dazu heute gerne mit euch teilen, auch wenn diese vielleicht etwas ausschweifender sind, als ihr das sonst gewöhnt seid – aber vielleicht müssen einige Gedanken einfach geteilt werden….


Denn auch wenn das Event von der Gesundheitsmarke Venostasin unterstützt wurde und daher auch einen zugegeben sehr interessanten medizinischen Anteil hatte, so waren doch auch ganz allgemeine Themen, die eigentlich für jeden Blogger interessant sind auf die Tagesordnung geschrieben. Man könnte fast sagen, dieses Event war eine Art Fortbildung für uns Blogger, ein Rahmen, um sich selbst zu hinterfragen, Know-How aufzubessern und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Nicht immer muss es um die neuesten Produkte gehen, um weitere Kooperationspartner, um noch mehr Content – manchmal geht es vielleicht auch einfach darum, die eigene Arbeit (und ja, Bloggen bedeutet tatsächlich Arbeit) qualitativ zu verbessern und sich hierfür neue Strategien anzueignen. Auch in meinem regulären Job sind Fortbildungen normal, werden sogar erwartet um eine gleichbleibende, oder sogar stetig verbesserte Qualität sicherzustellen. Und natürlich gibt es auch mehr Sicherheit, sich über gewisse Themen zu informieren und dann auf diesen „sicheren Terrain“ zu agieren.

Und so ist das eben auch mit dem Bloggen – eine Review zu tippen mag den Meisten vielleicht noch einigermaßen einfach von der Hand zu gehen, aber wie sieht es z.B. mit der rechtlichen Komponente aus? Sind wir da wirklich sicher? Wie flüssig geht uns das Schreiben von der Hand und wie gehen wir mit Blockaden um? Wie sehr achten wir eigentlich auf uns bei all dem? Das mag jetzt alles etwas hochgestochen klingen, aber ich denke bei einem Blick auf das Programm der Blogger-Academy wird das Ganze schon etwas begreifbarer:


Wie bereits eingangs erwähnt gehörte dem Event-Partner Venostasin und somit dem Thema Venengesundheit der erste Block des Events, welches unter der Fragestellung „Welche Funktion haben eigentlich Venen und wann können Sie uns Probleme bereiten?“ stand. Dr. med. Johann Christof Ragg, Leiter angioclinic Venenzentrum Berlin führte mit viel Charme, Beispielen aus seiner jahrelangen Erfahrung und wie ich fand sehr sympathisch durch dieses Thema, das zugegeben auf den ersten Blick nicht unbedingt auf diesen Blog passte. Bei näherer Betrachtung wurde aber eines schnell klar – wir können Makel an unserem Körper kaschieren und bedecken und sicherlich ist Kosmetik und Mode dafür bestens geeignet. Viel wichtiger ist es aber, sich um den eigenen Körper zu kümmern, ihn mit der nötigen Sorgfalt zu behandeln und somit den ein, oder anderen Makel gar nicht entstehen zu lassen, oder aber ihm frühzeitig zu begegnen. Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters und ist ohnehin ein vergängliches Gut, aber ich denke über die existenzielle Bedeutung von Gesundheit gibt es keine zwei Meinungen.

So passte dann auch der zweite Part der Veranstaltung sehr schön in die Überleitung, denn unter der Fragestellung „Wie kann ich schon in jungen Jahren meine Venen im Alltag unterstützen?“ zeigte uns Maria Bolsmann, Physiotherapeutin bei "Schalt Up" Berlin einfache Übungen, wie wir unserem Körper etwas Gutes tun und ihn zwischendurch immer wieder fit halten. Und hier fühlte ich mich auch wieder ganz persönlich angesprochen, denn nicht nur in meinem Vollzeitjob, auch während ich in der Freizeit Blogge sitze ich viel und tue meinem Körper damit sicher nicht immer einen Gefallen. Wie oft schon habe ich vor lauter Konzentration vergessen ausreichend zu trinken, mich zwischendurch mal zu bewegen, oder einfach mal ein paar Minuten den Kopf abzuschalten?! Ich glaube, das kennen wir alle…. Zumindest war das so die Rückmeldung aus der Gruppe.


Ebenfalls einig waren wir uns alle, was den dritten Programmpunkt unseres Tages in Berlin angeht – hierbei ging es um „Kreativität auf Knopfdruck: Techniken, um Kreativität zu steigern und Schreibblockaden zu lösen.“ , vorgestellt von Dr. Claudia Langosch, Sprechwissenschaftlerin in den Bereichen Präsentation, professionelles Schreiben sowie Soft Skills. Und ich glaube alle, die bloggen, oder in sonstiger Weise täglich mit dem Schreiben von Texten befasst sind kennen dieses Gefühl sehr genau: das leere Blatt Papier starrt uns an, fordert uns heraus endlich kreativ zu werden, die eigene Meinung, Fakten, was auch immer endlich niederzuschreiben und dennoch will der gedankliche Erguss einfach nicht so recht aus uns heraus. Seien es Ablenkungen aus dem Umfeld, die eigene Konstitution, Gründe für eine Blockade gibt es sicher viele, ebenso aber auch Möglichkeiten, diese zu umgehen und somit den Stress gar nicht erst zuzulassen, den nahende Abgabetermine, Erwartungen von Aussen etc verursachen können. Denn seien wir doch mal ehrlich – eine Firma in der Warteschleife zu haben, die dringend auf eine Review wartet kann schon einen gewissen Druck ausüben, genauso wie es Abgabetermine für Hausarbeiten, Fristen für offizielle Schriftstücke oder ähnliches tun. Und je mehr wir uns dem Druck aussetzen, desto größer ist die Chance, dass die Blockade nur noch größer wird, dass wir unseren eigenen, aber auch den Erwartungen anderer nicht gerecht werden können. Das wir vergessen darauf zu achten, was uns gut tun würde, was unser „locker macht“ und uns voran bringt und statt dessen nur die Erfüllung unserer Aufgabe in den Fokus stellen. Und das, obwohl beides unabdingbar miteinander verknüpft ist.

Wenn wir dann den Kopf frei haben, dann können wir loslegen, können uns selbst und unseren Aufgaben entsprechen und unser Bestes geben. Doch das heißt auch wieder, sehr genau darauf zu achten, was wir geben und in welchem Rahmen wir uns bewegen. Denn grade wir Blogger bewegen uns in einem öffentlichen Medium, wir müssen die Spielregeln von Werbung und Wettbewerb befassen und rechtlich einfach ein gewissen Know-How mitbringen, um nicht ins Fettnäpfchen, oder die oftmals teure Abmahnfalle zu tappen. Großen Anklang fand daher auch Steffen Bunnenberg von Bunnenberg Bertram Rechtsanwälte Berlin, der zum Thema „Yes, you are right! - Rechtliche Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Pharmaunternehmen und relevante Neuerungen.“ referierte und dabei auch ganz allgemeine Fragen zum Umgang mit Kooperationspartnern beantwortete. Wann gilt ein Blogbeitrag eigentlich als Werbung und wie ist er zu kennzeichnen? Wie weit darf ich gehen, ohne das Wettbewerbsrecht zu verletzen? Ist eine freie Meinungsäußerung eigentlich wirklich immer „frei“, oder hat sie Grenzen? All das sind Themen, die zumindest ich beim Tippen meiner Reviews, Eventberichte, Gewinnspiele etc. nicht immer als erstes im Kopf habe, die aber grundlegend wichtig für unsere Arbeit sind und daher einfach beachtet werden müssen.


Ihr seht schon, die erste Blogger Academy von Yupik war so viel mehr als ein bloßer Austausch von Konzern, Agentur und Bloggern. Es war tatsächlich eine Fortbildung, die mich wieder einmal daran erinnert hat sehr viel genauer auf mich und das, was ich tue zu achten. Nur ein gesunder Körper und ein fitter Geist können Leistung erbringen und es gehört schon ein gewisses Know-How dazu, sich auf diesem Parkett des Bloggens zu bewegen, immer den richtigen Ton zu treffen und sicher aufzutreten. Und somit hat dieses perfekt durchorganisierte Event in einem wunderschönen Hotel und einem Rahmenprogramm für Leib und Seele tatsächlich seine Spuren hinterlassen, die hier vielleicht nicht auf den ersten Blick für euch greifbar sind – ich habe weder neue Produkte vorzustellen, noch ein Gewinnspiel vorzuweisen oder ähnliches. Aber für uns ganz persönlich haben wir – und damit meine ich die anwesenden Blogger – sicher eine Menge aus dieser Veranstaltung gezogen, die uns auch zukünftig immer wieder daran erinnert wird, dass wir nur dann aussagekräftige Berichte zaubern können, wenn wir dabei auch ein ganz kleines Bisschen auf uns achten.

In diesem Sinne….lasst es euch gut gehen J

 

 

*Herzlichen Dank an Venostasin und Yupik für die Einladung nach Berlin ins Hotel Zoo!

 

You Might Also Like

0 Kommentare