2017: Erkenntnisse, Lebensweisheiten & Dinge zum Nachdenken!

Natürlich lasse ich es mir auch dieses Jahr nicht nehmen meine  Gedanken zum Jahresende auf (digitales) Papier zu bringen, auch wenn sie d...

Natürlich lasse ich es mir auch dieses Jahr nicht nehmen meine Gedanken zum Jahresende auf (digitales) Papier zu bringen, auch wenn sie dieses Jahr etwas schwermütig sind. Zum einen, weil ich 2017 dank meiner Psychotherapie, aber auch durch die Asien-Reise relativ viel nachgedacht habe, zum anderen weil die erste Nachricht, die mich heute morgen erreicht hatte der Tod einer Bloggerkollegin war… Wer also lieber meinen Reiserückblick lesen will, bitte hier entlang… 


Alles ist vergänglich, nichts ist für ewig

Diese Aussage ist mir heute Morgen leider erst wieder richtig bewusst geworden. Noch etwas verschlafen griff ich – wie jeden Morgen – erstmal zu meinem Handy, um meinen Instagram-Feed zu checken. Ein wunderschönes Bild einer lieben Bloggerkollegin ploppte auf und ich wollte ihr schon ein Kompliment zu ihrem schönen Lächeln machen, bis ich die Beschreibung laß, die mich erstmal in Schock versetzte. Kim war in der Silvesternacht an den Folgen ihres Krebs gestorben. Ich folge ihrem Blog erst seit knapp einem Jahr, habe sie aber immer als lebenslustige junge Frau – und als die Diagnose Brustkrebs kam – als Kämpfernatur wahrgenommen. Noch vor 3 Tagen hatte sie freudig in ihren Instastories ihre Weihnachtsgeschenke gezeigt und gesagt, dass es ihr langsam besser gehe… Und nun ist sie tot! Obwohl ich sie nicht persönlich kannte, bin ich fassungslos, entsetzt und wirklich traurig. Nicht ganz so berührt – aber doch ziemlich schockiert – hat mich auch der Tod von Sara Kristins Ehemann.  Ich folge ihr seit mehreren Jahren und habe immer mal wieder ein kleinwenig neidisch auf ihr Leben geblickt: Erfolgreiche Bloggerin, traumhaftes Aussehen, einen lieben Ehemann, tolle Urlaube, wunderschöne Wohnung,… Und dann hat sie von heute auf morgen ihren Mann verloren und ist nun alleinerziehende Mama von zwei kleinen Kids. Was mir diese zwei (und noch viele weitere Beispiele) gezeigt haben: Alles ist vergänglich, nichts ist für ewig!

Genieße den Moment, verschiebe nichts auf später

Das lässt mich auch schon zu meinem zweiten Gedanken kommen. Und zwar, dass man Dinge in vollen Zügen genießen und Gelegenheiten beim Schopf packen sollte. Ich selbst sage mir seit Anfang 2017 ja immer „Wenn nicht jetzt, wann dann“ leise in meinem Kopf vor, wenn ich etwas haben oder machen möchte. So ging es mir unter anderem mit meiner erster Fernreise. Seit gut 3 Jahren liege ich allen in den Ohren, dass ich endlich mal raus aus Europa und was „erleben“ möchte. Jahr für Jahr hab ich mir aus Angst und Bequemlichkeit selbst eingeredet „Machste nächstes Jahr, du hast noch genügend Zeit!“ Ja das kann sein, oder aber eben auch nicht… Daher lebe ich nun getreu dem Motto „Nimm mit was du kriegst!“ Spontan nach Asien? Ich bin dabei! Wer weiß wann und ob ich wieder die Gelegenheit dazu bekomme!

Abnehmen ist völlig überbewertet

Seitdem ich diesen Blog gestartet habe, habe ich sage und schreibe 15 Kilo zugenommen. Oft habe ich in den vergangenen Jahren die Fotos von meiner Anfangszeit angeschaut und habe meiner alten Figur nachgetrauert. Zig Diätversuche später kann ich nun aus vollster Überzeugung „Scheiß aufs Abnehmen!“ sagen. War ich mit minus 15 Kilo glücklicher? Beliebter? Erfolgreicher? Nö! Also wieso soll ich mich durch Diäten und unliebsamen Sport quälen, schlecht drauf sein, nur um eine „bessere“ Figur zu haben. Solange ich mich wohl fühle und es gesundheitlich im Rahmen ist, sehe ich keinen Grund zu hungern und gönne mir lieber einen McChicken und danach noch eine große Portion Schokoeis und bin happy!

Wichtig ist nicht, was andere über dich denken

Zu dick? Zu dünn? Zu klein? Zu schüchtern? Scheiß der Hund drauf! Ich hab noch nie sonderlich viel Wert auf die Meinung anderer gelegt und kann dies auch jedem nur ans Herz legen. Gut gemeinte Ratschläge und Tipps von Freunden sind natürlich ausgeschlossen! Aber ob dich nun der Nachbar von links zu dick findet, oder dich irgendjemand aus dem Internet nicht leiden kann, ist eigentlich völlig Banane! Daher sollte man sich von solchen Kommentare definitiv nicht beeinflussen oder gar runterziehen lassen.

Dingen sollte man nicht ewig nachlaufen

Ich gehöre leider zu der Spezies, die allem ewig nachläuft, nachtrauert und hinterfragt. Ich möchte nicht wissen, wie viel Lebenszeit ich damit sinnlos verschwendet habe. Sei es nun ehemaligen Freunden, Kooperationspartner oder auch anderen Dingen… Ich kann einfach nicht abschließen, wenn ich keine klipp und klare Antwort habe. So ist es auch dieses Jahr geschehen, dass ich meinen (ehemaligen) Reitlehrer wochenlang kontaktiert habe. Er war ein super Lehrer, ich hatte wirklich Freude an seinem Unterricht und dann hat er den Stall gewechselt und ist „untergetaucht“. Bei der letzten Reitstunde meinte er, er wird sich melden und uns allen den neuen Stall mitteilen, was nie geschehen ist. Ich habe per SMS nachgefragt, ich habe nette WhatsApp Nachrichten geschickt, seine Fotos auf Facebook kommentiert und selbst nach wochenlanger Kontaktaufnahmeversuche keine Reaktion bekommen. (Nicht nur ich, sondern generell all seine ehemaligen Schüler, also an mir dürfte es nicht gelegen haben. ;-)) Ich habe mich furchtbar geärgert und hätte es wohl immer und immer wieder probiert, bis ich endlich irgendeine Antwort bekommen hätte… Aber dann meinte eine Freundin zu mir, dass es schade um meine Zeit sei und „Wer nicht will, der hat schon!“. Und obwohl es mir irrsinnig schwer fällt „keine Antwort“ zu akzeptieren, versuche ich nun zu akzeptierten, dass keine Antwort auch eine Antwort ist. Mein Vorsatz für 2018: Ich werde niemanden  mehr – sei es nun beruflich oder privat – ewig hinterherlaufen.

Mehr Schein als Sein

Auch wenn man es vielleicht weiß, sollte man sich dies immer und immer wieder ins Gedächtnis rufen! Nicht alles was man im Internet sieht, ist wirklich die „ganze Wahrheit“. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft ich neidisch Fotos anderer anschmachte. Marie* fliegt schon wieder auf Urlaub? Oh Julia* ist in ein Traumhaus eingezogen? Anna* hat eine richtig tolle Kooperation an Land gezogen? Und meine Freundin Judith* hat den besten Ehemann der Welt. Ja, das erscheint auf Fotos in der „ach so schönen“ Social Media Welt leider wirklich oft so. Dass hinter all dem teilweise viel Arbeit steckt bzw. man ja nur Facetten einer Person mitbekommt, vergisst man leider viel zu oft. Selbst ich – als Teil dieser Onlinewelt – vergesse es immer und immer wieder… Umso erstaunter war ich, als die Ehe einer meiner ehemaligen Schulfreundinnen – für mich – total überraschend scheiterte. Tage zuvor hatte ich noch die tollen gemeinsamen Strandfotos der beiden auf Facebook bestaunt und nun sollen die zwei in Scheidung sein? Tja: Es ist eben nicht alles Gold was glänzt! (* Namen sind frei erfunden)

Du kannst dein Gegenüber nicht ändern…

…aber du kannst ändern wer dein gegenüber ist. Weise Worte, die mir auch immer und immer wieder meine Psychologin ans Herz legt. Wir müssen uns (meist) nicht mit Dingen, Menschen und Situationen abgeben, die uns unzufrieden oder gar unglücklich machen. Wir sind hier in Europa zum Glück freie Menschen mit einer freien Meinung und können theoretisch jeden Tag aufs Neue entscheiden, was uns glücklich macht und was wir machen wollen. Wir können uns um einen neuen Job bemühen, wenn uns der alte nicht mehr gefällt. Wir können den Kontakt zu Menschen abbrechen, die uns nicht gut tun. Ja, wir alleine haben unser Leben in der Hand und können entscheiden was wir tun möchten. Denn: Nur weil wir zig Jahre mit einer Person zusammen waren, heißt dies nicht, dass wir dies noch bis an unser Lebensende sein müssen. Nur weil wir schon 40 aufwärt sind, heißt das nicht, dass wir nicht noch einen neuen Job erlernen können.

Go with the flow

Einfach mal treiben lassen? Nicht alles ins kleinste Detail durchplanen? War für mich bis zu meiner Asienreise eher eine unmögliche Vorstellung. Mein Leben war von Terminen, To Do Listen und Notizen geprägt. Spontanität ist einfach nicht so meins und meine vielen, vielen Listen gaben/geben mir Halt, Struktur und Sicherheit. Leider nimmt einem das aber auch die Möglichkeit auf spontane und vielleicht richtig coole neue Erlebnisse. Daher habe ich mir die Aussage meines Asien-Guides sehr zu Herzen genommen. Go with the Flow - Lass dich einfach treiben und mal alles auf dich zukommen. Läuft mal was anders als geplant, gehe nicht gleich vom schlechtesten aus, sondern versuche einfach das beste aus der Situation zu machen.

Weniger ist mehr

Ich brauche noch dies, ich brauche noch das… Ah, dieses Kleidungsstück von Sophie* hätte ich auch gerne, ich sollte es mir zulegen. Ja ich war bis zum Anfang diesen Jahres gern in Besitz materieller Dinge. Ich war nie ein Freund von teuren Teilen, besitze kaum was wirklich teures, aber mochte doch meinen prall gefüllten Kleiderschrank, die riiiiiiesige Auswahl in meiner Schmuckschatulle und die Unmengen an kosmetischen Produkten. Mittlerweile belastet mich das aber zunehmend. Ich starre morgens in den vollen Schrank, sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und greife dann doch wieder zu meinem Lieblingspulli. Aufgrund des Überfluss habe ich kurzzeitig die Lust an Make-Up komplett verloren und in meinen Schmuckschrank traue ich mich sowieso nicht mehr zu schauen, da ich Angst habe diesen danach nicht mehr geschlossen zu bekommen. Was mich dieses Jahr gelehrt hat: Weniger ist mehr! Und auch wenn es mir extrem schwer fällt mich von Dingen zu trennen, so schaue ich zumindest, dass nichts mehr Neues dazukommt. Ich möchte keine Dinge mehr geschenkt bekommen (Stichwort: Weihnachten), die ich nicht 100%ig mag und die mich nicht wirklich glücklich machen. Und wenn ich shoppen gehe, dann gezielt und auch eher zu Second Hand Länden wie Humana, oder Flohmärkten. Materielle Dinge machen im Überfluss nämlich nicht nur „nicht glücklich“, sondern teilweise echt unglücklich!

Neid ist der Dieb des Glücks

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...

Gedanken fürs neue Jahr
Bewahre was du hast. Vergiss, was dir wehgetan hat. Kämpfe für das, was du willst. Schätze was du hast. Vergib denen, die dir wehgetan haben, und genieße die Zeit mit denen, die dich lieben.
Das ganze Leben warten wir auf etwas. Und das Einzige, was vorübergeht, ist das Leben. Wir schätzen die wunderbaren Momente erst, wenn sie zu Erinnerungen werden.
Tue deswegen das,  was du schon immer machen wolltest, bevor es heißt: „Was ich immer machen wollte und nie getan habe.“
Es ist niemals zu spät, um neu anzufangen und niemals zu schwierig, um es zu versuchen.

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4 Kommentare

  1. Die Todesnachricht hat mich auch völlig schockiert... Ich hatte mich so gefreut, dass es ihr besser geht und dann das. Echt heftig :-(

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  2. Vielen Dank für diesen schönen Beitrag <3

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  3. Ein wirklich schöner Blogpost in dem ich in so vielen Dingen übereinstimme. Erstmal natürlich die Sache mit der Vergänglichkeit. Ich kannte Kim weder vom Blog noch Instagram, irgendwie wurde ich nie auf sie Aufmerksam. Erst jetzt durch ihren Tod und trotzdem macht es mich sehr traurig. Aber wirklich auch ein Denkanstoß die negativen Dinge vielleicht nicht zu sehr an sich ran zu lassen und positives mehr zu genießen.

    Auch mit dem Abnehmen stimme ich dir zu. Anfang letzten Jahres hatte ich es irgendwie geschafft wieder bisschen abzunehmen aber habe seit dem wieder so 6kg mehr drauf. Aber nun...was solls. Ich bin dadurch nicht unglücklicher, ja manchmal ärgert es einen wenn dann eine tolle Hose nicht mehr passt oder bei einem engen Oberteil Röllchen da sind...aber grundsätzlich stört es mich dann nicht so sehr, dass ich mich auf Krampf dazu zwingen will. Ich bin so wie ich bin glücklich.

    An dem weniger ist mehr muss ich noch arbeiten. Tatsächlich haben mich zu viel Kosmetiksachen oder Kleidung etc. auch belastet, allerdings war da bei Kosmetik so viele Samples dabei, die ich einfach nicht brauche. Davon konnte ich zum Glück vieles los werden. In den letzten 2 Monaten habe ich aber unglaublich viel neues bestellt, allerdings von Marken wie Colourpop und viele Pigmente, was ja meine Leidenschaft ist. Darauf freue ich mich auch sehr, wenn das alles ankommt. Auf der anderen Seite will ich dann aber auch meine Schubladen wieder mehr befreien von den Dingen, die ich nicht so toll finde.

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  4. Danke für deine persönlichen Worte! Und du hast wichtige Erkenntnisse gehabt in 2017! Das mit Kim habe ich leider viel zu spät mitbekommen (also erst nach ihrem Tod) und habe dann ihren kompletten Feed von der Diagnose bis zum letzten Beitrag gelesen und kann es nicht glauben... Ich wünsche ihrer Familie und ihren Liebsten nur das Beste in dieser schwierigen Zeit!


    Übrigens würdet ihr mir total helfen, wenn ihr bei meiner Umfrage über Instagram und Blogs in Rahmen meines Studiums mitmacht, die nicht mehr als 10 Minuten dauert! Bisher haben wir nämlich zu wenige Blog-Leser, daher wäre es sehr hilfreich, wenn ihr mitmacht und den Link auch an andere Personen sendet, die gerne Blogs lesen - vielen Dank!

    https://www.soscisurvey.de/nutzung-insta-blog/

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