Mein erster Naked Cake - Tipps, Tricks & Ideen

Dass aus mir in diesem Leben keine große Zuckerbäckerin mehr wird, ist mir klar. Was ich aber wahnsinnig gerne mache: Essen dekorieren! Dahe...

Dass aus mir in diesem Leben keine große Zuckerbäckerin mehr wird, ist mir klar. Was ich aber wahnsinnig gerne mache: Essen dekorieren! Daher hatte ich mich auch sehr über die Einladung der englischen Marmeladenmarke Chivers gefreut, die zu einem kleinen Tortenworkshop einlud. Auf dem Plan stand in royal englischer Atmosphäre seine eigene Torte zu verzieren. Ich habe mich dafür entschieden meine Torte "nackt" zu lassen und statt mit schweren Fondant (den ich wahrscheinlich ohnehin nicht sauber hinbekommen hätte) mit frischen Blumen zu verzieren.


Naked Cake - Was ist das?

Wie der Name schon erahnen lässt, bleibt die Torte quasi nackt. Sprich die Torte wird nicht mit Fondant,  Marzipan oder Glasur überzogen, sondern der Naked Cake kommt ganz unverhüllt, sodass man die Tortenböden und die Füllung sieht. Dieser natürlicher Look passt super zu Vintage- oder Naturhochzeit, erfreut sich aber auch immer größerer Beliebtheit in Bloggerkreisen. Und auch ich muss gestehen, dass auch mir diese Tortenvariante richtig gut gefällt.

Der perfekte Naked Cake

Nur wie schafft man es, dass diese Art von Torte auch ansehnlich wird? Der Experten-Tipp: Sich genügend Zeit lassen und vor allem ordentlich arbeiten. Das wichtigste ist nämlich, dass die Teige aller Ebenen gleich aussehen müssen, damit das Gesamtbild der Torte passt. Die einzelnen Tortenböden müssen also absolut gleichmäßig sein, da es sonst leider schnell schlampig – und bei dieser Variante von Torte auch unappetitlich – aussieht. Mit einem scharfen Messer schneidet mal also zuerst einmal die unebenen „Deckel“ – die beim Backen entstehen – des Tortenbodens ab, sodass die Böden wirklich völlig eben und gleichmäßig sind. Außerdem braucht es eine neutrale, stabile Creme für die äußere Schicht, die sich mit der Füllungen im Inneren geschmacklich verträgt. Bei der Füllungen sollte man unbedingt darauf achten, dass die Creme nicht zu flüssig ist, da sonst die komplette Torte zu instabil wird. Am besten also die Sahne richtig steif schlagen und wirklich gut kühlen! Auch wurde uns empfohlen die Torte vor dem Verzieren noch mal für etwa 30 Minuten kalt zu stellen, damit beim Dekorieren auch wirklich nichts verrutschen kann.


Dekorationsmöglichkeiten für Naked Cakes

Im Prinzip kann man seine Torte nach Lust und Laune mit allen möglichen Früchten, Blumen oder Dekoartikel verzieren, besonders beliebt sind aber natürlich farbenfrohe Blumen und auch leckeres Obst wie etwa Beeren.

Weitere schöne Deko-Ideen sind zum Beispiel:
* gefrorene Beeren, die noch von einer glitzernden Eisschicht bedeckt sind
* eine ganze Weintrauben, vielleicht sogar noch mit ein paar Blättern dran
* frische Blumen in jeglicher Art, Form, Farbe und Größe
* Schleicherkraut
* saisonale Früchte
* getrocknetes Obst
* Buchstaben oder ausgestanzte Texte
* Sprühkerzen / Wunderkerzen
* Schokolade (oder eine andere Soße) an den Seiten runtertropfen lassen
* Süßigkeiten wie Ferrero Rocher, Raffaello,…
* Caketopper

Deko Tipps & Tricks
Bevor man frische Blumen in die Torte steckt, sollte man aus Hygienegründen auf alle Fälle den Stängel (der zuvor wahrscheinlich in einem Wasserglas gesteckt ist) kürzen, oder aber noch besser mit Frischhaltefolie umwickeln und erst dann in den Tortenboden stecken. Damit die Deko, wie etwa frische Früchte & Co nicht verrutschen, empfiehlt es sich diese mit einem Zahnstocher zu fixieren oder aber auch mit einer kleinen Menge Zuckerguss "festzukleben". Bei aufgeschnittenen Früchten sollte man außerdem darauf achten, dass diese einerseits nicht zu viel Feuchtigkeitabgeben, andererseits auch nicht abfärben, da dies recht schnell unschön aussieht.


Chivers Marmeladen & Marmeladen ABC

Unser Tortenrohling war zum Glück schon vorgebacken, weswegen ich mir das Backen erspart habe. Ich kann euch also nicht sagen, um welches Rezept es sich gehandelt hat, auf alle Fälle war die Torte aber mit der Chivers Orangen & Mango Marmelade gefüllt, welche übrigens auch mein persönlicher Favorit ist. Den Grundstein für die Marke Chivers legte der Unternehmer Stephen Chivers schon im Jahre 1873! Damals beschlossen er und seine Familie die eigens angebauten Früchte zu verwerten, um Marmeladen und Konfitüren herzustellen. In erntefreien Monaten wurden dann spanische Orangen zu Marmaladen verarbeitet. Bis heute werden die Produkte traditionell mit qualitativ hochwertigsten Zutaten  hergestellt, alle Produkte  sind  frei  von künstlichen Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffen. Heute bietet Chivers Marmeladen, Gelees, Lemon Curds und Konfitüren in abwechslungsreichen Geschmacksrichtungen – von den bittersüßen Klassikern aus Orangen über die würzig-süßen Ingwervarianten bis hin zu den samtig-süßen Sorten mit Zitronen und Mango an. Wir Österreicher nennen ja meistens jegliche eingekochten Früchte „Marmelade“, in England hingegen wird streng unterschieden: Als „Jam“ wird eine musartige Mischung aus Früchten mit Zucker verstanden, bei der die Früchte so lange weichgekocht werden, bis sie fast keine Struktur  mehr  haben. Eine  „Konfitüre“ ist  der Jam  ähnlich,  kann  aber  noch  Fruchtstücke enthalten. Diese beiden bestehen meist aus allen anderen Früchten, außer Zitrusfrüchten. Denn wenn Zitrusfrüchte  verwendet werden, spricht  man  von „Marmalade“,  die auf  Jam basiert sowie Fruchtstücke und Fruchtrinde beinhaltet. Als „Aristokrat des Frühstückstisches“ zum Beispiel wird die  Chivers  „Olde English  Marmalade“ bezeichnet, ihr  typisch bitterer Geschmack und die grob geschnittenen Orangenstücke zeichnen sie aus. Die etwas süßere Variante „English Orange  Marmalade“ mit mittelgroßen Schalenstückchen  hingegen passt eher zum Geschmack der Österreicher.  „Lemon  Curd“ ist  eine Zitronencreme mit Zitronensaft und die würzige Ingwerkonfitüre, ebenfalls mit Ingwerstücken, überzeugt mit ihrer angenehmen Schärfe. Als „Jellys“, also Gelees, werden Produkte verstanden, die nicht aus ganzen Früchten, sondern aus dem Fruchtsaft hergestellt werden.


Eventeinladung / Beitrag unentgeltlich / Fotos: Jenni Koller

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