In love with.... Yves Saint Laurents EdP „Black Opium“

Die ersten Schneeflocken des neuen Jahres fallen, die morgendliche Luft ist kühl und warmer Strick umhüllt unsere Haut. Eine Zeit, in der sich auch meine Düfte kühlen Jahreszeit anpassen und so muss ich feststelle, dass meine Liebe zu intensiven, warmen Nuancen in den letzten Monaten deutlich zugenommen hat. Black Opium von Yves Saint Laurent ist einer meiner neuen Lieblinge, die mich jetzt in der kühleren Jahreszeit sanft umschmeicheln und die Sinne warm einhüllen. Wahrlich kein neuer Duft mehr, aber einer der sich zurcht über die Jahre gehaltn hat.
 
 
Schwer liegt der massive Flakon in der Hand, das dunkle Glas mit den unzähligen rosegoldenen Glitzerpartikeln wirkt edel, wertig, kräftig und gibt somit schon allein von Optik und Haptik her einen ersten Eindruck auf den sehr weiblich wirken Duft im inneren. Dabei erscheint die Oberfläche leicht rau und überrascht daher beim ersten Kontakt, wirkt geheimnisvoll. Der Glaseinsatz, geprägt mit dem Namen, gibt den Blick auf den karamellfarbenen, flüssigen Kern frei und scheint fast als wolle er sagen, dass nicht allein das Äußere, sondern vielmehr die inneren Werte zählen. Und so ist es wirklich, denn auch wenn mich schon rein äußerlich der eher gradlinige Flakon begeistert, so ist dies doch nichts im Vergleich zu meiner Verliebtheit gegenüber dem Duft selbst.
 
 
Süß kommt er daher, ohne zu überrumpeln, mit einer weichen und pudrigen Note, welche die Haut sanft umhüllt, ganz so wie eine warme Decke. Vanille, eine deutlich florale Note und eine ganze Menge Sinnlichkeit strömen im ersten Moment in meine Nase, erinnern an eine zärtliche Umarmung, an das leidenschaftliche Vermissen. Ich war zunächst verwundert von meiner eigenen Begeisterung, habe ich doch zu oft schlechte Erfahrungen mit Vanille gemacht. Doch hier drängt sie sich nicht auf, sie untermalt.
 
 
Black Opium ist wirklich erwachsen, weiblich und dennoch stark, klar und mit einer gewissen Würze im Unterton kreiert, die ich so liebe. Der Duft erscheint einfach tiefgründig, ganz leicht holzig im Nachgang, flacht mit der Tragedauer nicht ab, sondern entwickelt mit der Zeit ein Aroma von frischem Kaffee, von Gewürzen und Hitze.... viele Düfte die so dominant daher kommen haben Tendenzen dazu, Kopfschmerzen zu verursachen - nicht so Black Opium, der sich trotz des klaren Auftretens eher zurückhaltend zeigt. Yves Saint Laurent begleitet die Trägerin, der Duft eilt nicht voraus, nimmt nicht ihren Platz ein und hält somit einen guten Arbeitstag lang durch. Ihr wandelt nicht in einer Wolke daher, die dem Gegenüber schon meterweit entgegen schlägt – vielmehr verbindet sich das Eau de Parfum mit eurer Haut und wird zu eurem eigenen Duft, schwer zu beschreiben und doch ganz eifnach zu tragen. Kräftig beginnend wird er zum Ende hin sehr weich, verliert aber nichts von seiner Vielfältigkeit und Tiefe.
 
 
Ja, ich habe Black Opium mit den Nuancen von Rosa Pfeffer, Orangenblüte und Jasmin auch im Sommer sehr gerne getragen, weil er trotz seiner Intensität nie zu viel ist, den eigenen Stil unterstreicht und nicht übermannt. Aber grade jetzt im Winter scheint er mir perfekt zu sein, um dem kühlen Wetter mit Zeder und einem minimalen Hauch Patchouli zu trotzen, um sich auch in Strick und Boots sexy und weiblich zu fühlen. Ich kann die Herstellerbeschreibung „orientalisch“ zwar nicht ganz nachvollziehen, denn darunter würde ich doch andere Nuancen verstehen, aber sinnlich ist Black Opium sicherlich – auf eine gute, alltagstaugliche Art und Weise.
 
 
In der Parfümerie ist der Duft bei 50ml Inhalt um 70€ erhältlich, das EdT ist mit 55€ deutlich günstiger erhältlich. Mit etwas Recherche finde ich aber für beide Varianten Online seriöse Angebote, die etwas unter diesem UVP liegen – der Vergleich lohnt sich also. Black Opium von YSL ist auf jeden Fall eine Empfehlung für all jene unter euch, die gerne starke, aber nicht dramatische Düfte mögen und einen Hauch zum Warmen, Süßen nicht scheuen!
 
 
Selbstgekauft

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